Während eine Edeldame angekleidet wird und sich eine Magd anzieht, erklären wir verbindende und unterscheidende Elemente der Gewandung. Dabei gehen wir besonders auf verwendete Materialien, Schnitte und Verarbeitung ein. Im Mittelpunkt der Erläuterungen stehen funktionelle und repräsentative Aspekte der Kleidung, die bereits im 12. Jahrhundert zu unterschiedlichen modischen Strömungen geführt haben.
Analog zur "Kleidung und Mode der Frauen" kleiden sich hier ein adeliger Herr und ein Mann niederen Standes an. Auch hier stehen standestypische Merkmale im Mittelpunkt der Betrachtung.
Adäquate Rahmenbedingungen vorausgesetzt können Stoffe und Garne während einer Veranstaltung im Lager gefärbt werden. Da dies jedoch ein zeitaufwendiger Vorgang ist, besteht auch die Möglichkeit eines zusammenfassenden Vortrages über mittelalterliche Färbemethoden und Färbepflanzen. Anhand von umfangreichem Anschauungsmaterial zeigen wir den unterschiedlichen Zugang zu Farben für die verschiedenen Bevölkerungsschichten.
Dieser Programmpunkt wird auch als separate Vortragsveranstaltung mit Unterstützung durch moderne Medien angeboten.
Messer waren im Mittelalter absolut unverzichtbar. Wir zeigen Ihnen alltägliche und besondere Formen des mittelalterlichen Universalwerkzeugs. Erfahren Sie außerdem welche Schritte zur Fertigung nötig waren und drehen Sie selbst den schweren Schleifstein oder die Drechselbank, mit der die Griffe gefertigt wurden.
Was aß man in einer Zeit, in der Kartoffeln, Tomaten und Schokolade noch unbekannt waren? Unsere Köchin berichtet vom Alltagsessen und vom Kochen mit Tontopf und Feuer, eine Nonne über die Fastenregeln, die den Jahreslauf entscheidend prägten, und eine edle Dame von den kostbaren Gewürzen, die die Kreuzfahrer mitgebracht haben.
Die Schwertleite stellt die historische Vorform des wesentlich bekannteren Ritterschlages dar. Sie bildet den glanzvollen Endpunkt einer jahrelangen Ausbildung des zukünftigen Ritters. Es gibt für das hohe Mittelalter ein festes Ritual, das mit leichten regionalen Abweichungen, einheitlich ist.
Unsere nach Originalquellen rekonstruierte Darstellung beginnt damit, dass der adelige Knappe in einem reinen Gewand vor seinen Fürsten tritt und "Schildes Amt" fordert. Die folgende Umgürtung mit dem Schwert und das Anlegen der Sporen bedeutet für den Knappen die Aufnahme in die Ritterschaft. Den Charakter einer Standeserhebung hat die Schwertleite im 12. Jahrhundert nicht.
Das 12. Jh. ist bekannt als das Jahrhundert der Minnesänger und Troubadoure, die höfische Dichtung steht in höchster Blüte. Gleichzeitig entwickeln sich die Fabliaux und Schwänke als sehr bodenständige Gegenkultur zur hohen Minne. Wir bieten Ihnen einige Beispiele aus der Unterhaltungskunst des 12. Jh. in verschiedenen Darstellungsformen.
Zwei oder mehr Musikanten buhlen um die Gunst der edlen Dame, die einen Sänger für ihren Hof sucht. Wem gelingt den Aufstieg vom Fahrenden zum Höfling?
Noch heute nimmt Schach einen besonderen Rang unter den Brettspielen ein. Doch woher kommt das Spiel eigentlich? Seit wann sehen die Figuren aus, wie wir sie heute kennen? Wer spielte im Mittelalter Schach? Welche Figuren gab es früher und woraus wurden Sie gemacht? Gespickt mit Anekdoten über frühe Fälle von Spielsucht und Verbote, klären wir für Sie diese und viele weitere Fragen rund um das Spiel der Könige.
Wie bei allen unseren Aktivitäten basiert auch das Musikprogramm vollständig auf Quellen des 12. Jahrhunderts. Daraus bringen wir weltliche Vokalmusik in verschiedenen zeitgenössischen Sprachen zu Gehör, wobei wir großen Wert auf eine darstellerisch lebendige Textinterpretation legen. Wichtiger Bestandteil der musikalischen Darbietung sind außerdem Erläuterungen zu Herkunft und Inhalten der Stücke.
Hochmittelalterliche Musik übt einen besonderen Reiz auf Kinder aus, sei es der Klang einer einzelnen Frauenstimme, die zarten Klänge der Instrumente oder die Schlichtheit vieler Melodien, die zum Mitsingen oder Tanzen einladen. Wir haben deshalb ein spezielles Programm zusammengestellt, bei dem verschiedene Aspekte mittelalterlicher Musik kindgerecht vermittelt werden. Dabei dürfen einfache Instrumente selbst ausprobiert werden, wir singen zusammen und erarbeiten gemeinsam einen Tanz.
Wer im Mittelalter über ein wenig freie Zeit verfügte, hat sie - wie Menschen aller Epochen - auch zum Spielen verwendet. Das bereits aus der Wikingerzeit stammende und während des hohen Mittelalters weit verbreitete Wurfspiel Kubb ist ein Zeugnis dafür. Am Beispiel einer Partie werden Ablauf und Regeln erläutert und verdeutlicht.